Einleitung

Für wie Weltreise habe ich mich dafür entschieden, dass ich auf diese Reise mein bestehendes Spiegelreflex-System nicht mitnehmen will. Der Hauptgrund hierfür ist eigentlich das Gewicht. Darum dachte ich mir:

“Hej, da gibt es doch diese spiegellosen Kameras, die ganz toll sein sollen! Vielleicht schaust du dir die einmal an!?”

Gesagt, getan! Ich möchte an dieser Stelle jedoch vorweg nehmen: Alle getesteten Kameras sind spitzen Kameras und ich kann jedem nur empfehlen sich bei dem Kauf einer neuen Kamera alle in Frage kommenden Modelle mal direkt beim Händler anzugucken und auch zu testen. Ich habe mir verschiedene Modelle rausgesucht, die ich dann miteinander und mit meiner bestehenden Kamera verglichen habe. Welche Funktionen einer Kamera man dann braucht, entscheidet am besten jeder selbst. Am besten geht ihr zum Fachhändler eures Vertrauens und lasst euch ein paar Kameras zeigen. Bringt eventuell auch passende Speicherkarten mit um vor Ort ein paar Testbilder machen zu können und diese zuhause angucken zu können. Jeder hat vermutlich seine eigenen Vorlieben und Dinge, die an einer Kamera wichtig sind. Hier wollte ich einfach mal meinen Entscheidungsprozess darstellen. Vielleicht hilft es ja anderen bei der Kaufentscheidung.

Vergleich mit Immerdrauf

Bei der Auswahl der Kameramodelle zum Vergleich habe ich mich vom Internet und dem Fachhändler meines Vertrauens inspirieren lassen. Beim Vergleich mehrerer Kameras muss man natürlich schauen, dass man sie auf einen Nenner bringt. Man kann also die Tiefenschärfe, Brennweite oder Lichtstärke eine Vollformat-Kamera nicht direkt mit einer Kamera mit einem kleineren Sensor vergleichen. Mehr Informationen dazu und wie sich die Werte verändern, findet man bei Wikipedia.

Da ich der Meinung bin, dass aktuelle Kameramodelle alle eine spitzenmäßige Qualität liefern, kam es mir hauptsächlich auf einen Vergleich der Größe und des Gewichts an.

Um das Gewicht vergleichen zu können habe ich also das Gewicht und die Größe meiner Kamera mit meinem Immerdrauf-Objektiv mit den Zusammenstellungen der möglichen Alternativen verglichen. Das geht wunderbar über Camerasize.com, denn hier kann man sich die Kameramodelle mit Objektiv von allen Seiten angucken und Größe und Gewicht wunderbar vergleichen. Um gleichwertige Objektive miteinander zu vergleichen, sollte man nur den Crop-Faktor mit einrechnen. Bei der 50D und X-T1 also 1,6 und bei der OM-D ein Faktor von 2.

Canon 50D

Fuji X-T1

1095

Gramm
  • Fujifilm X-T1
  • Fujinon XF 16-55mm f/2.8 R LM WR

Olympus OM-D E-M1Geringstes Gewicht

Damit lag die Olympus vorne. Über das Olympus Test & WOW Programm habe ich mir also die Olympus mit einem Objektiv für ein Wochenende ausgeliehen um für mich herauszufinden, wie mir die Kamera von der Bedienung gefällt und ich muss sagen: Gefällt mir sehr das Schmuckstück. In silbern hat die Kamera dann noch einen coolen Retro-Look, was mir persönlich nochmal mehr gefallen hat.

Vergleich mit Zoomobjektiv

Dennoch: Die Sony und die Fuji waren noch nicht aus dem Rennen. Mir wurde allerdings gesagt, dass sich der Gewichtsunterschied so richtig erst im größeren Zoom-Bereich bemerkbar macht. Da ich auch ein solches auf der Weltreise sicherlich gelegentlich dabei haben wollte, rein damit in den Größen- und Gewichtsvergleich! Wow! Von der Größe her ist der Unterschied jetzt sehr deutlich! Natürlich lässt sich das Objektiv an der Olympus was die Qualität und Lichtstärke an geht nicht mit dem der Canon oder Sony vergleichen, jedoch kostet es mit 150€ auch nur einen Bruchteil, was mir für gelegentliche Fotos auf der Reise ausreicht. Fassen wir das Gewicht zusammen wird auch hier der Unterschied der Vollformat-Objektive (denn das Objektiv an der Canon ist auch Vollformat-tauglich) sehr deutlich:

Fuji X-T1

1585

Gramm
  • Fujifilm X-T1
  • Fujinon XF 16-55mm f/2.8 R LM WR
  • Fujinon XF 18-135mm f/3.5-5.6 R LM OIS WR

Weitere Gründe für meine Wahl

Ich wollte noch mehr Gründe haben als nur das Gewicht und so kamen die folgenden Vorteile der Olympus zusammen, wodurch ich mich gegen die Fujifilm X-T1 entschieden habe. Wobei ich diese dennoch gerne nochmal länger testen wollen würde.

  • Eine große Objektivauswahl
  • Einen in der Kamera integrierten 5-Wege-Bildstabilisator – dieser sollte Gerüchten zufolge auch in die Sony Alpha 7 II kommen.
  • Die Möglichkeit die Objektive auch an einer Olympus PEN PL-7 als Zweitkamera zu verwenden. Diese ist noch kompakter als die OM-D, jedoch auch vom Bedienkomfort mehr in Richtung Kompaktkamera.
  • Die Verwendbarkeit von allen MFT-Objektiven von Olympus und Panasonic und mit Adapter auch der FT-Objektive.

Die Sony Alpha 7 II war eigentlich auf Grund des Gewichtes schon raus. Als Preisvergleich der Vollformat zur Olympus OM-D E-M1 wollte ich sie jedoch trotzdem nochmal daneben stellen. Ohne das Zoom-Objektiv wäre der Gewichtsunterschied gar nicht so groß, weswegen diese durchaus auch noch in Frage kommen würde. In einem letzten Schritt wollte ich also wissen, was das Gesamtpaket mit einer Lichtstarken Festbrennweite im Bereich um die 50mm am Vollformat kosten würde und habe die Olympus und die Sony nebeneinander gestellt.

Preisvergleich der Endgegner

Die Sony Alpha 7 II war eigentlich auf Grund des Gewichtes schon raus. Als Preisvergleich der Vollformat zur Olympus OM-D E-M1 wollte ich sie jedoch trotzdem nochmal daneben stellen. Ohne das Zoom-Objektiv wäre darüber hinaus der Gewichtsunterschied gar nicht so groß, weswegen diese durchaus auch noch in Frage kommen würde. In einem letzten Schritt wollte ich also wissen, was das Gesamtpaket mit einer Lichtstarken Festbrennweite im Bereich um die 50mm am Vollformat kosten würde und habe die Olympus und die Sony nebeneinander gestellt.

Die hier angegebenen Preise sind die bei meinem Fachhändler, denn ich kaufe gerne bei Menschen ein, von denen ich weiß, wo ich sie finde und denen ich Produkte wieder auf den Tisch legen kann, wen es was nicht tut.

Dass die Olympus mit dem günstigen Zoom was günstiger ist, das dachte ich mir ja schon, aber der Preisunterschied war doch erheblich. Zum Vergleich also nochmal eine Zusammenstellung mit einem höherwertigeren (allerdings auch deutlich schwererem Objektiv) an der Olympus. Die Zoom-Objektive kosten ziemlich genau gleich viel. Allerdings sind die kleineren Objektive der Olympus deutlich günstiger. Dies ist vermutlich sowohl dem kleinerem Sensor und damit einfacheren Objektiven als auch der größeren Auswahl an Objektiven für die Olympus zuzuschreiben. Leider ist die Auswahl an Vollformat-Objektiven für die Sony noch recht bescheiden und man hat keine großartig andere Wahl als den ausgewählten Objektiven.

Was passiert mit dem Spiegelreflex-System?

Eigentlich war ja der Plan mein Spiegelreflex-System zu verkaufen, allerdings tendiere ich aktuell dazu dieses doch erst einmal zu behalten und zu schauen, wie sehr ich diese noch verwenden werde. Verkaufen kann ich sie dann immer noch.

Der glückliche Sieger

Am Ende bin ich also bei der Olympus gelandet. Praktischerweise gab es hier gerade das Angebot, dass man beim Kauf der E-M1 den Batteriegriff und einen 200€ Gutschein für ein Objektiv mit dazu bekommt. Schnell also zum Händler und diesem ein Lächeln auf sein Gesicht gezaubert, für das ich auch nochmal ein wenig Rabatt bekommen habe.

Eventuell kommt als kleine Zweitkamera noch eine Olympus PEN PL-7 hinzu. Diese kommt mit den gleichen Objektiven wie die Olympus zurecht und kann bequem in der Tasche mitgetragen werden. Dadurch ist sie noch etwas unauffälliger und leichter als die E-M1.

Wie sich die Olympus in der praktischen Anwendung so geschlagen hat, werde ich dann bei Gelegenheit erzählen. Im Augenblick befindet sich diese leider in der Reparatur, weil es eine Seite des Mikrofons nicht getan hat. Kann schonmal passieren. Finde ich nicht weiter tragisch.

Der gesamte Prozess war etwas langwieriger als es hier den Anschein macht, aber im Prinzip kommt es auf diesen Entscheidungsweg hinaus. Alle anderen Faktoren, die ich vorher noch als Entscheidungskriterium mit drin hatte, sind rausgeflogen, denn es ging mir tatsächlich nicht um qualitative Unterschiede. Da nehmen sich für diesen Anwendungsfall – Begleiter auf einer Weltreise – die Kameras alle nichts.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel eventuell anderen entscheidungsunfreudigen Menschen weiterhelfen und eine Grundlage an die Hand geben, wie man sich entscheiden kann. Sollte jemand Hilfe im Entscheidungsprozess brauchen: Meldet euch einfach!

Disclaimer

In diesem Artikel verwende ich Partner-Links zu Amazon. Dadurch erhalte ich eine geringe Provision, wenn ihr einen der Artikel über diese Links kauft. Die Preise ändern sich für euch dadurch nicht. Ich kann sehen, welche Produkte über meinen Partner-Link gekauft worden sind. Ich kann nicht sehen, wer diese Produkte gekauft hat.

Hinterlasse einen Kommentar