Ok… ich versuche das mal nicht zu sehr auf die spirituelle Guru-Schiene kommen zu lassen. Jeder der etwas leidenschaftlich gerne macht, wird Personen haben von denen er sich was abguckt. Vorbilder! Hier sind 5 meiner Vorbilder und wofür sie für mich stehen.

Ich entschuldige mich direkt am Anfang. Diese Überschrift geht wohl locker als Click-Baiting durch. Aber wie auch einer der folgenden Fotografen es in einem solchen Fall gerne sagt: Dann doch wenigstens mit Inhalt! Ich hoffe ihr könnt was aus diesem Beitrag gewinnen.

Bei jedem der folgenden Fotografen finde ich deren Fotografien unbestreitbar gut. Sie begeistern mich allerdings vor allem aus anderen Gründen. Die kurzen Beschreibungen werden ihnen höchstwahrscheinlich nicht gerecht. Wer mehr über den jeweiligen Fotografen wissen will, findet am Ende weitere Informationen.

Steve McCurry

Fast jedem, der mit Fotografie zu tun hat, wird der Name Steve McCurry ein Begriff sein. In seinem Leben hat er Reportagen in Indien und Afghanistan gemacht. Eines seiner bekanntesten Werke ist “The Afghan Girl“.

Steve McCurry ist ein alter Hase der Reportagefotografie. Ich finde das Genre sehr interessant und würde mich gerne in Zukunft damit beschäftigen. Meine Weltreise soll auch Anlass sein sich mit dem Thema zu beschäftigen und heraus zu finden, ob das Genre etwas für mich ist. Steve McCurry zeigt eindrucksvoll, dass die Fotografie nicht nur ein Mittel ist um Erinnerungen festzuhalten.

Mein langfristiger Wunsch ist es mit Bildern etwas zu bewirken. Da ist McCurry als Wegweiser eine gute Hilfe. Wenn du dich auch für Reportagefotografie interessierst, solltest du dich mit ihm definitiv beschäftigen.

Ich kann dir seinen Bildband "Untold – Die Geschichten hinter den Bildern* sehr empfehlen. Das Buch ist zwar nicht ganz günstig, aber du bekommst ein paar seiner besten Werke in einer sagenhaften Größe (irgendwo zwischen A4 und A3) und Hintergrundinformationen und -bilder zu seinen Reportagen. Man sieht, wie er gearbeitet hat, da seine Notizen teilweise in dem Buch abgebildet sind. Es ist ein schöner Einblick hinter die Kulissen eines Meisters der Reportagefotografie.

Sebastião Salgado

Ich muss gestehen, dass ich über Sebastião Salgado bis vor kurzem nicht viel wusste. Ich kannte ein paar Bilder von ihm, jedoch nicht den Mann dahinter. Das änderte sich, als ich mit einer Freundin zusammen die beeindruckende Dokumentation "Das Salz der Erde" über das Leben Sebastião Salgados* angesehen habe.

Sebastião Salgado hat ebenfalls viel in Krisengebieten fotografiert. Alle seine Bilder sind in schwarz-weiß. Da ihn das Leid und was sich die Menschen gegenseitig antun in späteren Jahren mitgenommen hat, ist er daran fast kaputt gegangen. In seinem Bildband "Genesis* beschäftigt er sich dann mit der Natur, mit dem, was es auf der Welt abseits der Menschheit gibt. Obwohl er nicht aus diesem Genre kommt sehr beeindruckende Bilder.

Salgado steht für mich ebenfalls dafür, dass die Fotografie mehr kann als schöne Erinnerungen festhalten, wobei das nichts falsches ist. Er ist darüber hinaus ein gutes Beispiel dafür, dass man sein Genre erweitern oder wechseln kann, wenn man gewillt ist. Wir wachsen, sammeln Erfahrungen, ändern unsere Meinung und eventuell werden uns andere Dinge wichtiger. Da finde ich es ganz normal, dass sich die Interessen auch innerhalb der Fotografie ändern können.

Wenn ich darüber nachdenke, ob das Genre mit dem ich mich beschäftige tatsächlich etwas für meine Zukunft ist, dann komme ich gedanklich auf Salgado. Er hilft mir nicht zu viel Zeit mit der Frage zu verbringen, denn die Entscheidung ist nicht auf Lebenszeit in Stein gemeißelt. Wenn mir jetzt ein Genre Spaß macht, beschäftige ich mich damit. Spaß ist für mich das A und O sowohl beim Fotografieren, als auch beim Bloggen. Da es jedem einmal so geht empfehle ich dir: Denke weniger darüber nach ob das, was dir Spaß macht, das richtige ist. Wenn du feststellst, dass es dir irgendwann keinen Spaß mehr macht, schau über den Tellerrand oder such dir was Neues.

Patrick Ludolph

Paddy wird einigen Lesern ein Begriff sein, die sich für Fotografie interessieren und deutschsprachige Fotoblogs lesen. Er ist Betreiber von neunzehn72 und Hochzeitsfotograf aus Hamburg. Er bloggt jede Menge über allerlei interessante Dinge aus der Welt der Fotografie.

Paddy ist meiner Meinung nach das Paradebeispiel dafür, wie man mit einer lockeren und authentischen Schreibstil erfolgreich sein kann. Ich denke gerade sein lockerer Stil in seinem Blog macht ihn erfolgreich. Dadurch lassen sich seine Texte sehr angenehm lesen. Ich befinde mich mit meinem Blog noch in den Startlöchern. Vom Stil her will ich allerdings auch in einem lockeren Schreibstil bleiben.

Wenn du vor hast zu bloggen, dann lies dir mal ein paar Beiträge von ihm durch oder auch seine Marketing-Strategie. Es wird von vielen Blog-Experten darüber geschrieben, wie du einen erfolgreichen Blog aufbaust. Wenn du aber keinen Spaß daran hast, merken das deine Leser. Außerdem finde ich ist Spaß doch das schönste am bloggen. Da ich mir Persönlichkeit und Authentizität auf die Fahne geschrieben habe ist Paddy mein Vorbild was die Art und Weise des Betriebs eines Blogs angeht.

Das Zukunfts-Ich

Was hilft einem am besten den richtigen Weg zu gehen? Man muss wissen, wo man hin will. Habe eine Vorstellung davon im Kopf, wo du dich in ein paar Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren siehst. Diese imaginäre Person ist auch eine Art Vorbild. Er oder sie ist die Person, die du später sein willst. Natürlich ändert sich dieses Bild von Zeit zu Zeit, aber es ist immer da.

Fazit

Wieso vier obwohl ich fünf versprochen habe? Halte dir einen Platz offen für neue Vorbilder. Jeden Tag sehe ich Fotos und lese Erfolgsgeschichten, die mir sehr gefallen. Halt dir für diese Newcomer immer einen Platz offen, denn Erfolge anderer können dir am eindrucksvollsten zeigen, was heutzutage alles möglich ist.

Alle Vorbilder sind keine allwissenden Wesen. Man sollte Vorbildern gegenüber kritisch sein. Auch sie sind nur Menschen und machen Fehler; sind nicht perfekt. Ich empfehle dir also, dass du dir Gedanken darüber machst, wen du zu deinen Vorbildern zählst. Entwickle deinen eigenen Stil, indem du dir deine Vorbilder anschaust und die Dinge heraus pickst, die dir gefallen. Klappt nicht nur in der Fotografie.

Ich hoffe trotz Click-Baiting-Überschrift hat dir der Artikel etwas gebracht. Vielleicht kanntest du ja den ein oder anderen noch nicht oder machst dir jetzt Gedanken über deine Zukunft. Dann hätte ich mein Ziel erreicht. Wenn du noch nicht im Newsletter bist, melde dich am besten direkt an um nichts mehr zu verpassen.

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