Kennst du das?

Du hast eine Buchempfehlung bekommen, setzt dich mit dem neuen Buch hin und fängst an zu lesen. Nach ein paar Seiten legst du es zur Seite.

So liegt das Buch dann herum und wartet Wochen oder Monate darauf, dass du es nochmal in die Hand nimmst. Aber irgendwie hast du immer interessantere Dinge zu tun.

Aber du kennst sicherlich auch die folgende Situation, oder?:

Du setzt dich mit einem neuen Buch hin und fängst an es zu lesen. Irgendwann schaust du auf die Uhr und merkst, dass Stunden vergangen sind. Du legst das Buch zur Seite, um es später weiterzulesen.

Wann immer du an dem Buch vorbeikommst und auch nur ein paar Minuten Zeit hast, liest du weiter. Es geht mit in den Urlaub und sogar deine Lieblingsserie auf NETFLIX kann warten, bis du das Buch durch hast.

Und nach kürzester Zeit bist du fertig mit dem Buch. Es war super interessant, du hast viel gelernt und du packst es in dein Bücherregal.

Um Bücher der letzteren Art soll es hier heute gehen.

Meine persönlichen Highlights

Ich habe bereits einige Bücher über Fotografie gelesen. Einige fand ich besser, andere haben mich weniger überzeugt.

Einige Bücher haben mich jedoch so gepackt, dass sie mir immer als Erstes in den Sinn kommen, wenn ich nach Buchempfehlungen zum Thema Landschaftsfotografie gefragt werde.

Diese Bücher möchte ich dir heute vorstellen. Im Anschluss verraten ich dir dann noch, wie du das meiste aus diesen Büchern heraus holen kannst und sie RICHTIG liest.

Buchempfehlung 1: „Fotografieren mit Wind und Wetter“ von Bastian Werner

DAS Buch zum Thema Wetter

In der Landschaftsfotografie ist das Wetter ziemlich entscheidend dafür, wie sich dein Motiv zeigt. Daher steht eine Buchempfehlung zum Thema Wetterfotografie bei mir an erster Stelle.

Aber nicht nur EIN Buch, sondern für mich DAS Buch über Wetterfotografie. Da kommt für mich einfach kein anderes Buch, als „Fotografieren mit Wind und Wetter“ von Bastian Werner infrage.

Ich habe dieses Buch verschlungen und es hat dazu geführt, dass ich mich noch intensiver mit dem Thema Wetter und dem Lesen von Wetterkarten und der Vorhersage von Wetterphänomenen beschäftigt habe.

Wenn ihr nett seit, dann bestellt ihr das Buch auch nicht bei Amazon, sondern direkt über den Link bei ihm auf der Seite. Dann kommt ein viel größerer Teil des Verkaufspreises tatsächlich beim Autor an.

Bastian erklärt einfach verständlich und mit anschaulichen Grafiken und beeindruckenden Bildern alles zum Thema Wetter, was du für die Fotografie wissen musst. Vom Gewitter und Nebel bis hin zu Nordlichtern wird alles besprochen.

Sogar Nordlichter? So ist es. Aber natürlich würde es den Rahmen des Buches sprengen, wenn man Nordlichter und das Thema Astrofotografie in aller Tiefe in dem Buch bespricht, weswegen ich dafür ein zweites Buch empfehlen kann.

Buchempfehlung 2: „Astrofotografie“ von Katja Seidel*

Ebenfalls aus dem Reinwerk-Verlag kommt daher meine Buchempfehlung „Astrofotografie“ von Katja Seidel*.

Das Buch beginnt mit Ausrüstungsempfehlungen, was ich normalerweise immer etwas schade finde. Im Falle der Astrofotografie ist die Ausrüstung jedoch ein essenzieller Bestandteil des Prozesses und daher ist diese Anordnung vollkommen in Ordnung.

Es folgt die Theorie der Astrofotografie für Anfänger und Fortgeschrittene und ein Kapitel mit Einblicken in einige Praxisprojekte der Astrofotografie, anhand derer Katja dann das gelernte in der Praxis zeigt.

Ich habe die erste Auflage, aber inzwischen gibt es eine zweite Auflage. Diese beinhaltet laut Autorin aktualisierte Anleitungen zu Apps (die mit der Zeit natürlich immer wieder etwas veralten) und neue Techniken, Tipps und Bilder. Die in dem Buch erklärten Prinzipien sind jedoch zeitlos und es kommen nur ein paar neue Techniken hinzu.

Wenn du dich für die Astrofotografie interessierst, dann ist dieses Buch die richtige Wahl. Zusammen mit dem Wetterfotografie-Buch eine unschlagbare Wissenskombination.

Buchempfehlung 3: „Das ABC der Farben“ von Markus Wäger*

Aber es gibt noch mehr zu lernen, als die Praxis der Fotografie. Ein von vielen vernachlässigter Bereich ist die Farbenlehre. Dabei ist das Verständnis von Farben und wie Menschen auf sie reagieren ebenso wichtig, wie das Verständnis von Bildkomposition.

AdobeRGB, ProPhotoRGB, sRGB, RGHaumichblau… bis auf den letzten alles Begriffe, die du vielleicht schon einmal gehört hast. Aber kennst du wirklich den Unterschied und hast verstanden, wann was davon Sinn ergibt?

Aber nicht nur das, auch wie welche Farben wirken und welche Arten der Farbkombinationen es gibt, erklärt Markus in meiner Buchempfehlung „Das ABC der Farben“* sehr einfach verständlich und anhand konkreter Beispiele.

Auch dieses Buch aus dem Reinwerk-Verlag und ich schwöre hoch und heilig, dass das kein Kriterium für die Auswahl meiner Bücher war. Die haben einfach eine Menge gute Bücher in ihrem Sortiment.

Ich habe dieses Buch tatsächlich von vorne nach hinten durchgelesen, allerdings eignet es sich auch sehr gut als Nachschlagewerk.

Das Buch ist nicht nur auf die Fotografie ausgelegt, rechne also nicht mit massenhaft beeindruckenden Bildern, sondern viel mehr mit Farbkreisen, Farbfeldern und Farbpaletten.

Es gibt kein Buch, dass mir so sehr das Thema Farblehre, die Wirkung von Farben und die Wirkung von Farbkombinationen näher gebracht hat.

Buchempfehlung 4: Genesis von Sebastião Salgado*

Es ist kein Sachbuch, aber für mich gehören Bildbände hier genauso rein wie Sachbücher.

Denn wenn du ein Bildband nicht blind durchblätterst, sondern bei Motiven, die dir gefallen auch mal darüber nachdenkst, warum dir das Foto gefällt, dann kannst du so von deinen eigenen Vorbildern sehr viel lernen.

Dementsprechend steht dieses Buch hier fast schon stellvertretend für einen Bildband eines Landschaftsfotografen, der DIR gefällt.

Ich mag die Arbeiten von Sebastião Salgado und daher empfehle ich hier seinen Bildband „GENESIS“*. Was diesen Bildband für mich so besonders macht ist, dass es ausschließlich Landschaftsaufnahmen in schwarz-weiß beinhaltet.

Wenn du Bilder in Bildbänden oder auch im Internet findest, kannst du sehr viel lernen, indem du die Bilder unter die Lupe nimmst und versuchst zu verstehen, was dieses Bild besonders macht und wie es entstanden ist. Im Prinzip eine Art „Reverse Engineering“ für die Fotografie.

Die folgenden Fragen können dir bei der Analyse eines Bildes helfen:

  • Warum gefällt mir dieses Bild aus persönlicher Sicht?
  • Wie ist das Bild aufgebaut?
  • Wo kommt das Licht her und was ist seine Charakteristik?
  • Welche Farben werden in dem Bild verwendet und warum?

Wenn dir das Buch gefällt, dann kann ich dir auch den Film „Das Salz der Erde“ empfehlen, der das Leben von Sebastião Salgado beleuchtet*.

Vermisst du eine gute Buchempfehlung?

Zugegeben. Ich hätte einfach die Bestsellerliste von Amazon durchforsten können und dir die TOP-5-Bücher im Bereich Fotografie empfehlen können, die irgendwie zur Landschaftsfotografie passen.

Die hier genannten Empfehlungen habe ich ALLE selber gelesen (sofern man bei einem Bildband von „lesen“ sprechen kann) und viel von ihnen gelernt. Wenn hier ein gutes Buch fehlt, dann liegt es vermutlich daran, dass ich es einfach nicht gelesen habe.

Fehlt dir hier aber ein Buch, dass du selber gelesen hast, dann schick mir deine Empfehlung gerne in einem Kommentar weiter unten.

Aber wir sind noch nicht am Ende, denn ich habe noch ein paar Bonustipps für dich. Bücher, die nicht so richtig in eine Buchempfehlungs-Liste passen, aber auch nicht fehlen dürfen.

Bonustipp 1: Dein Kamerahandbuch

Du denkst jetzt bestimmt, ich will dich vereppeln, oder? Ab das möchte ich nicht.

Dein Kamerahandbuch ist das erste Buch, welches du dir schnappen solltest, wenn du eine neue Kamera hast. Lese es zumindest einmal durch und finde heraus, welche versteckten und nicht versteckten Funktionen deine Kamera zu bieten hat.

Überfliege die Kapitel auch nicht nur, sondern probiere alles direkt einmal an deiner Kamera aus.

Am Ende gilt vor allem eines: Du solltest deine Kamera mit geschlossenen Augen bedienen können. Denn wenn die Technik zum Problem wird, dann kannst du dich nicht auf deinen kreativen Prozess konzentrieren.

Bonustipp 2: Das Reisefotografie-E-Book

Ich fände es etwas heuchlerisch in die obige Liste mein eigenes Reisefotografie-E-Book aufzunehmen. Erstens ist es ein E-Book und zweitens stinkt Eigenlob bekanntlich.

Dennoch empfinden bisherige Leser mein Reisefotografie-E-Book als gute Quelle für die Planung, Durchführung und Nachbereitung ihrer Fotoreisen.

Mehr über das Reisefotografie-E-Book kannst du auf der Produktseite zum E-Book erfahren.

Wie du Sachbücher RICHTIG liest

Es gibt einen schönen Spruch. Leider kenne ich seine genaue Quelle nicht. Wer sie weiß, kann sie mir gerne nennen und ich trage sie nach:

Wissen ist nur potentielle Energie. Erst wenn du UMSETZT, verwandelt sich diese potentielle in tatsächliche Energie.

Was bedeutet das für das Lesen eines Sachbuches?

  1. Wenn du ein Sachbuch liest, mach dir immer auch Notizen oder markiere interessante Stellen in dem Buch (sofern es dein Buch ist).
  2. Schreibe eine Liste mit „Action Steps“. Das sind Aufgaben, die du aus dem Wissen in dem Buch abgeleitet hast und umsetzen willst. Hier sollte zumindest „Notizen durchlesen und Action Steps formulieren“ drauf stehen.

Denn wenn du etwas lernst, dann lernst du es erst so richtig, wenn du es auch umsetzt. Du kannst ein Buch darüber lesen, wie du einen Schuh herstellst, aber erst, wenn du das gelernte auch umsetzt, wird tatsächlich ein Schuh draus.

Wenn du also das nächste Sachbuch liest – oder auf andere Art und Weise etwas lernst – dann mach dir mit deinen eigenen Worten Notizen und erstelle eine Liste mit Aufgaben.

Keine Zeit zum Lesen?

Wir leben in einer Welt, die sich immer weiter digitalisiert. Viele Bücher gibt es auch als Audiobook bei Audible oder als Buchzusammenfassung bei Blinkist. Für viele Themenbereiche ist das inzwischen meine vorgezogene Art.

Aber gerade ein Buch über Fotografie ist schwer als Audiobuch umzusetzen, da dieses Thema sehr visuell ist.

Darüber hinaus ist das Lernen mit einem Buch deutlich fokussierter. Mal ehrlich: Setzt du dich hin um bewusst und voll fokussiert ein Hörbuch zu hören? Und machst du dir dabei Notizen?

Beim Lesen wirst (oder solltest du!) nicht nebenbei Auto fahren oder kochen. Du konzentrierst dich viel mehr auf das, was du gerade liest. Das, was du aus dem Buch mitnimmst, wird deutlich mehr sein, als du aus einem Hörbuch oder einer Zusammenfassung lernen kannst.

Um aber den groben Inhalt eines Buches zu durchblicken und zu erfahren, ob es sich lohnt deine Zeit in ein Buch zu investieren, können sich Anbieter wie Audible oder Blinkist durchaus lohnen.

Aktuelles Angebot zu meinem E-Book

Übrigens: Aktuell bekommst du zu meinem Reisefotografie-E-Book das Bonuskapitel „Mit Fotografie auf Reisen Geld sparen“. Damit bekommst du den Preis von 14,90 € in null-komma-nix wieder rein.

Darüber hast du auch eine 14-Tage-Geld-zurück-Garantie, von der bisher NIEMAND gebrauch gemacht hat. Darüber hinaus ist das Buch bewusst nicht zu lang gehalten, denn ich möchte nicht deine nächste Zeitverschwendung sein.

Wenn dich das Buch interessieren könnte, folge diesem Link um zu schauen, ob das Angebot noch gültig ist.

Jetzt das Reisefotografie-E-Book kaufen!

Nun wünsche ich dir viel Spaß mit all diesen wundervollen Büchern und viel Spaß beim Fotografieren.

7 Kommentare

  • Bernhard sagt:

    Hallo Niklas,

    Buchtipp 1+3 habe ich mir schon selber besorgt unabhänig von Deinen Tipps. Da lag ich dann gar nicht so verkehrt bei meiner Auswahl :-)

    LG Bernhard

    • Niklas sagt:

      Damit hast du definitiv ein paar gute Lektüren an der Hand. Ich empfehle diese Bücher seit ich sie habe und bin begeistert. Hast du denn eventuell noch andere Bücher, die ich vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatte im Petto, die ich mir mal anschauen sollte? Wir scheinen dann ja einen ähnlichen Geschmack zu haben, was das an geht ;)

      • Bernhard sagt:

        Hallo Niklas,

        ich habe mir unlängst noch das Buch „Fotografieren mit Wind und Wetter“ von Bastian Werner zugelegt. Das ist eigenliche ein Doppelbuch, Fotografieren und Wetterkunde :-)

        Ansonsten stöbere ich gerade in alten antiquarischen Fotobüchern nach Tipps die universell sind. Damals war ein Foto richtig teuer, nix kipsi, knipi …

        LG Bernhard

        • Niklas sagt:

          Ja das ist heutzutage leider etwas verloren gegangen, dass sich die Menschen Zeit für ein Foto nehmen. Schnell abdrücken, ohne nachzudenken und wenn es nicht wird, einfach nochmal machen, ohne wirklich drüber nachzudenken, warum das Bild nichts geworden ist. Bewusstes fotografieren muss man heute wieder viel stärker beibringen bzw. lernen. Übrigens einer der Kernmodule meiner Kurse :-P Danke für deinen Kommentar. Hast du unter den älteren Büchern irgendwelche Schätze, die du besonders empfehlen würdest?

          • Bernhard sagt:

            Hallo Niklas,

            ich bin da selber noch am Durchstöbern. Ich habe aber vor, die besten Tips oder Erkenntnisse in meinem Fotoblog zu veröffentlichen.
            Vielleicht schaust Du einfach ab un zu vorbei.

            Die meisten alten Fotobücher beschäftigen sich zu 70% mit der Dunkelkammerarbeit. Das ist für mich nicht so interessant. Man muss die guten Perlen schon etwas suchen.

            LG Bernhard

          • Niklas sagt:

            Ich bin gespannt ;)

  • Bernhard sagt:

    Hallo Niklas,

    hier eine erste kleine Perle, mir hat es auf jeden Fall etwas gebracht: https://deramateurphotograph.de/2020/09/06/brennweite-und-perspektive/

    LG Bernhard

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