Fototipps & -tricks

Fotografieren an Karneval

Von 6. Februar 2013 Keine Kommentare

Ab morgen geht es los mit der 5. Jahreszeit hier bei uns in NRW und alle spielen mehr oder weniger verrückt. Für alle die, die mit der Kamera raus wollen hier ein paar schnelle Tipps zum Fotografieren an Karneval!

Vorbereitung

  • Leichtes Gepäck
    Man ist gut beraten, wenn man mit leichtem Gepäck unterwegs ist. Man wird vermutlich etwas länger zu Fuß unterwegs sein und da sollte man sich nicht seinen kompletten Rucksack voller Objektive und Zubehör plus Laptop auf den Rücken schnallen.
  • Früh eine gute Position suchen
    Wer an Karneval Fotos machen will, der kann das nicht, wenn er inmitten von Leuten steht, die alle auch nicht gerade im Sinn haben einen doch bitte nicht anzustupsen oder vorsichtig zu sein, da man seine Kamera dabei hat. Je früher man sich also eine gute Position zum Fotografieren sucht, desto besser.
  • Teleobjektiv
    Als Zuschauer kommt man oft nur bis zum Straßenrand an die Wagen heran und sollte auch nicht vor die Wagen springen. Das kann gefährlich werden. In der ersten Reihe wollen außerdem alle stehen und die Bonbons prasseln da nur so nieder. Wer mit einem Teleobjektiv unterwegs ist und auch aus sicherer Entfernung alles nah heran holen kann, der ist also definitiv im Vorteil.

Motivwahl

  • Die Gesamtheit
    An Karneval gibt es viel zu sehen. Von einem möglichst hohen Standpunkt aus den durch die Straßen ziehenden Zug zu fotografieren ist eine von vielen Möglichkeiten die Gesamtheit des Ereignisses festzuhalten.
  • Die Details
    “Get close!” sagt eine Fotografen-Regel. Einzelne Portraits von Kostümierten oder einzelne Kostümdetails können interessante Motive sein. Aber bitte daran denken die Privatsphäre und Rechte der Personen zu beachten. Betrunkene Personen, die auf einem Foto als eindeutig betrunken zu erkennen sind, haben meiner Meinung nach übrigens nicht viel mit einem guten Motiv zu tun. So “realistisch” es sein mag!
  • Größenverhältnisse
    Eine Besonderheit an Karneval sind mit Sicherheit große und schöne Wagen mit teilweise auch sehr großen Figuren drauf. Auf einem Bild lässt sich die GrŸöße eines solchen Wagens oft schwer festhalten, wenn auf dem Motiv kein Referenzobjekt für das Größenverhältnis vorhanden ist. Wenn man ein solches – zum Beispiel eine Person – in das Bild integriert, dann stellt das die Größenverhältnisse besser dar.
  • Das Besondere
    Überlegt euch vorher, was das besondere an Karneval ist und wie ihr das festhalten könnt. Große Wagen, viele Kostüme, Kinder mit Tüten voller süßer Leckereien. Das sind nur einige Beispiele die zum Karneval dazu gehören und irgendwie in ein schönes Motiv verwandelt werden können.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis! Karneval hat auch immer mit Menschen zu tun und viele mögen es nicht, wenn man sie ungefragt fotografiert. Gerade Eltern mögen es oft nicht, wenn man ihre Kinder fotografiert. Es mag sein, dass es gesetzlich nicht verboten ist, da es sich um eine öffentlichen Versammlung handelt, bei der man vermutlich damit rechnen muss fotografiert zu werden (Achtung! Rechtliches Halbwissen!), aber meiner Meinung nach, sollte man den konfliktfreien Weg gehen um sich selbst und den Karnevalisten nicht die Laune an der Veranstaltung zu verderben! Fragen schadet nicht und man sollte immer eine Visitenkarte dabei haben. Will man eine Mutter mit ihrem Kind fotografieren wird diese Sicherlich ein Interesse daran haben, an das Bild zu kommen. Der Bitte des Löschens eines Bildes sollte man darüber hinaus meiner Meinung nach nachkommen, wenn die Personen darauf abgebildet sind.

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