Nach meinem Besuch am Hoover Dam ging es endlich ins Grand Canyon Village an der Südseite des Canyon, auch South Rim genannt. Ich war das erste Mal tatsächlich komplett alleine unterwegs und war gespannt, wie ich es denn finden würde. Prinzipiell kann ich es empfehlen direkt am South Rim unterzukommen und nicht weiter außerhalb. Die Preise des Campingplatzes auf dem ich war sind mit 18$ pro Nacht auch in Ordnung.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Dinge wie sich die Umgebung vorher einmal anschauen, die Vorbereitungszeit und eine ordentliche Unterkunft habe ich teilweise unterschätzt. Ich hab es einfach auf mich zukommen lassen. Über die Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen werde oder wieder genauso machen würde, reden wir allerdings erst am Ende meiner Reise.

Ich kam leider erst nach Sonnenuntergang auf meinem Campingplatz an – Mather Campground. Geschlafen habe ich im Auto. Dadurch war ich allerdings morgens zum Sonnenaufgang wach und konnte mir das Spektakel am Rim direkt angucken. Da meine Nacht recht unruhig und kalt war habe ich mich nach dem Fotografieren bei Sonnenaufgang und einer Dusche am Campingplatz auf den Parkplatz gestellt und noch ein wenig gepennt. Zum Glück, wie sich herausstellte.

Als ich wieder aufwachte, standen George und seine Frau auf dem Parkplatz neben mir. Nachdem er mich fragte, ob ich denn gut geschlafen hätte, kamen wir ins Gespräch. Seine Frau und er waren ebenfalls durch verschiedene Nationalparks unterwegs. Er empfahl mir, nicht mit dem Auto den Park abzufahren, sondern den Shuttle-Bus zu nehmen. Diese sind in den Parks in der Regel kostenlos. Das habe ich dann unter anderem im Grand Canyon getan und kann es jedem auch nur weiterempfehlen. Es ist entspannter und die Busse fahren teilweise an Orte, zu denen man mit dem Auto nicht kommt.

Wenn man am South Rim unterwegs ist, dann begegnet man auch immer wieder sehr zutraulichen Eichhörnchen. Die stellen sich sogar geduldig in Pose und warten, bis du dein Foto gemacht hast. Nur zu nah sollte man nicht, da die Tiere auch bissig werden können.

Kleines Wissen an dieser Stelle: Wer weiß denn, wie das englische Wort für Eichhörnchen – Squirrel – richtig ausgesprochen wird. Uns deutschen wird nämlich nachgesagt, wir wüssten es nicht, wie man dem nebenstehenden Video entnehmen kann.

Der Red Line Shuttle Bus am Grand Canyon South Rim fährt eine Strecke ab, die in den Sommermonaten für Autos nicht freigegeben ist. Die Tour startet an Bright Angel Lodge und fährt den East Rim hoch. Natürlich habe ich das genutzt um von hier aus den Sonnenuntergang zu fotografieren. Je tiefer die Sonne steht, desto dunkler wird das Tal. Man muss sich also zu helfen wissen. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass das Tal in einem Dunstschleier lag.

Etwas früher dran war ich dann am nächsten Morgen und so war ich nicht erst nach Sonnenaufgang, sondern bei Sonnenaufgang bereit. Leider hat hier das Prinzip der guten Vorbereitung zugeschlagen. Ich hätte mir den Ort, von dem aus ich fotografiert habe eventuell am Vorabend schon mal ansehen sollen, dann wäre mir aufgefallen, dass der Weg, den ich noch zu Fuß zu gehen hatte, sich doch länger hinzieht, als ich dachte.

Nach zwei Sonnenaufgängen, einem Tag und einem Sonnenuntergang am South Rim war meine Zeit hier auch schon wieder vorbei und es ging weiter am West Rim entlang in Richtung Page. Hier habe ich noch ein paar Zwischenstopps eingelegt. Praktisch: Einige Routen in Amerika sind als “Scenic View Route” gekennzeichnet und immer wieder “Scenic Views” ausgeschildert. Man sollte an diesen und auch sonst immer mal wieder anhalten oder sich umschauen, denn der Ausblick lohnt sich.

Irgendwann hatte ich dann aber auch das East Rim hinter mir gelassen und es folgte eine Fahrt über eine endlos lange Straße bis nach Page. Meine Bilder und Erlebnisse vom Horseshoe Bend und Upper Antelope Canyon, die ich von Page aus besucht habe, folgen als nächstes. Bleibt also dabei und folgt mir bei Twitter, Google+, Facebook oder Pinterest um keinen Bericht zu verpassen.

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