Ende April und Anfang Mai war ich im Südwesten der vereinigten Staaten unterwegs. Meine bisher veröffentlichten Berichte könnt ihr über die oben stehende Route erreichen. Nachdem ich das Death Valley, Las Vegas, Valley of Fire, Hoover Dam und den Grand Canyon erkundet hatte, ging meine Reise weiter in Richtung Page. Das Monument Valley habe ich aus Zeitgründen ausgelassen. Vielleicht beim nächsten Mal! Nachdem ich den Horseshoe Bend noch am Tag meiner Ankunft besucht habe, nahm ich mir für den nächsten Tag den Antelope Canyon vor.

Nachdem ich am Horseshoe Bend war, habe ich mich am Abend im Motel noch ein wenig über den Antelope Canyon und andere Canyons in der Gegend informiert. Der Upper und Lower Antelope Canyon sind sogenannte Slot Canyons, also schmale Schluchten mit hohen Steilwänden. Diese sind in der Regel durch Wasser geschaffene Schluchten. Dies ist auch hier der Fall, weswegen ein Besuch in regnerischen Zeiten nicht möglich ist, da eine erhöhte Blitzflut-Gefahr besteht. Diese Fluten heißen nicht nur zum Spaß so. Das Wasser kann hier in wenigen Sekunden bis über den Kopf ansteigen. Beide Antelope Canyons liegen in Indianergebieten und lassen sich nicht mit dem Naturpark-Jahrespass besuchen. Hier muss man extra bezahlen.

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass man im Upper Antelope Canyon die “Light Beam Tour” machen kann und man eine Tour zur Mittagszeit buchen muss um diese zu sehen. Darüber hinaus ist gutes Wetter erforderlich, wofür es nie eine Garantie gibt. Ich hatte jedoch Glück und habe ein paar schöne Bilder der Light Beams machen können. Dabei handelt es sich um durch die Spalten des Canyons fallende Sonnenstrahlen, welche mit den eigenen Augen, aber auch auf Fotos grandios aussehen.

Um 13.00 war meine Tour und ich hatte das Glück, dass die Wolkendecke gerade aufbrach. Am Canyon habe ich auch wieder ein paar alte Bekannte vom Horseshoe Bend vom Vortag getroffen. In 10er-Gruppen wurden wir dann in und durch den Canyon geführt.

USA - Upper Antelope Canyon

An dieser Stelle ein paar Tipps, falls ihr die Gegend mal besuchen wollt:

  • Bucht die Tour nicht in Page, sondern direkt am Canyon. Das ist in der Regel günstiger! Ihr müsst dann allerdings schon früher hin, da die Touren irgendwann ausgebucht sind.
  • Wenn ihr euch nicht für die Light Beams interessiert, dann spart euch den Antelope Canyon und besucht eher den Rattlesnake Canyon oder The Wave. Für ersteren muss man sich nur für wenig Geld eine Genehmigung holen. Das ist nicht nur wesentlich günstiger als im Antelope Canyon, sondern zeitlich auch nicht beschränkt und angeblich nicht so überlaufen! Für The Wave gibt es ein Verlosungssystem, von dem ich in meinem letzten Beitrag schon kurz erzählt habe. Ich interessierte mich für die Light Beams und hab daher das Geld investiert.
  • Spart euch die Photographers-Tour! Die Tour ist doppelt so teuer (als ich da war 80€) und ist nur für Personen mit Stativ und “professioneller Kamera” zugelassen. Keine Begleitungen! Bei den anderen Touren darf man kein Stativ mitbringen. Darüber hinaus hat man mehr Zeit im Canyon. Wieso sich das Geld sparen? Hört sich doch gut an, oder nicht? Das Problem ist: Die anderen Touren sind zeitgleich mit euch im Canyon, somit werdet ihr gar nicht die Zeit und den Platz haben um euer Stativ in Ruhe aufzubauen. Ohne Stativ könnt ihr viel schneller reagieren, wenn ihr mal das Glück habt, dass sich keine anderen Personen im Bild befinden. Wenn ihr außerdem die fototechnischen Hinweise der Gruppenführer beherzigt, bekommt ihr auch ohne Stativ ein paar gute Bilder hin.
  • Haltet eure Kameras und Mützen auf der ruckeligen Tour vom Parkplatz zum Canyon-Eingang und wieder zurück gut fest, sonst sind die schneller im Sand als ihr gucken könnt.

Nach gut 1,5 Stunden waren wir durch den Canyon durch und zurück am Parkplatz. Unsere Gruppenführerin war sehr auf zack, aber wenn man darauf vorbereitet ist, dass man ein wenig vorangetrieben wird, dann ist es halb so wild. Darüber hinaus schien sie ganz gut einschätzen zu können, wer mit seiner Kamera Hilfe braucht um ein paar schöne Bilder hinzubekommen und wer nicht. Mir hat sie jedenfalls nicht einmal – wie so manch anderem – die Kamera oder das Handy aus der Hand gerissen, hier was eingestellt, da was eingestellt, ein Bild gemacht und die nächste Kamera gegriffen. Hört sich sehr rabiat an, aber die, für die sie Bilder gemacht hat, waren glaube ich sehr dankbar für die Hilfe.

Zurück im Motel habe ich – wieder einmal – meine Kamera und meine Tasche vom vielen Sand befreit und war so kaputt, dass ich mir den erneuten Versuch des Sonnenuntergangs am Horseshoe Bend dann doch gespart habe. Ich habe im Motel dann noch mein Zimmer im Zion National Parc für die nächsten zwei Nächte gebucht und bin früh schlafen gegangen, denn ich wollte am nächsten Tag früh los um mittags im Bryce Canyon anzukommen – meiner nächsten Station auf meiner Rundreise. Bleibt also dabei und folgt mir bei Twitter, Google+, Facebook oder Pinterest um keinen Bericht zu verpassen.

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