Las Vegas, Nevada – Die Zockermetropole liegt mitten in der Wüste von Nevada am Leak Mead. Im Stadtzentrum reiht sich ein Hotel an das andere. Fast jedes beherbergt auch ein Kasino im Erdgeschoss. Die Hotels finanzieren sich über die Kasinos, weswegen man in Las Vegas zu recht günstigen Preisen in halbwegs guten Hotels absteigen kann.

In meinem Fall bin ich im RIO gelandet. Dabei handelt es sich um ein Hotel, welches ausschließlich Suiten hat und etwas abseits des Stadtzentrums liegt. Da kommt man in 10-15 Minuten zu Fuß allerdings locker hin. Für Preise um die 40$ pro Nacht an Wochentagen bekommt man hier schon ein Zimmer. Diese sind renovierungsbedürftig, aber durchaus gut.

Ich habe lange überlegt, was ich über Las Vegas schreiben soll. Ehrlich gesagt: Die Stadt hat mich vorher nicht sonderlich interessiert und im Nachhinein betrachtet auch nicht begeistern können. Das spiegelt sich auch in der Ausbeute meiner Bilder wieder.

Entlang des South Las Vegas Boulevard, der auch “The Strip” genannt wird, reihen sich die meisten und größten Hotels der Stadt aneinander. Ist man einen Abend lang den Strip runtergelaufen, dann hat man das Gefühl, alles Interessante gesehen zu haben. Klar hat jedes Hotel seinen eigenen Charme, aber alles in allem sind sie sich doch alle sehr ähnlich. Kennt man eines, kennt man sie alle! Nur die Größe und das Thema der Architektur unterscheidet sich!


Obwohl mir die Stadt nicht gefallen hat, wollte ich sie nicht komplett aus meinem Reisebericht raus lassen. Ich konnte mich wie gesagt nicht sonderlich für diese Stadt begeistern. Eindrücke hab ich dennoch mitgenommen!

Dekadenz, Gegensatz und Überfluss! Mit diesen drei Worten kann man Las Vegas vermutlich am besten beschreiben. Gesehen habe ich nur Downtown Las Vegas, die Region um den Strip herum. Nach dem, was ich gehört und im vorbeifahren gesehen habe, unterscheidet sich der Rest der Stadt aber auch nicht sonderlich von anderen Städten in Amerika. Viele gleichartige Häuser auf einem Schachbrettmuster angelegt. Das ist die Baukunst Amerikas wie man sie hier außerhalb der Innenstadt zu sehen bekommt.

Am Strip selber ändert sich das Bild. Hier konnten sich Architekten augenscheinlich austoben. Man muss nicht nach Paris um den Eifelturm zu sehen. Man muss nicht nach Venedig um die Kanäle zu sehen. Las Vegas hat das alles! Noch dazu in unmittelbarer Nähe. Man fühlt sich hier wie in einem Freizeitpark nur für Erwachsene. Die Skyline der Stadt scheint in ständigem Wandel. Hier werden Hotels abgerissen, dort wird ein neues gebaut. Immer größer, immer höher, immer prunkvoller!

Las Vegas liegt in der Wüste von Nevada – eines der heißesten und trockensten Gebiete Nordamerikas. Dennoch sieht man in Las Vegas überall Wasserfälle und Springbrunnen als sei die Wasserversorgung kein Problem. Schaut man sich den Lake Mead an, stellt man aber fest, das irgendetwas seltsam ist. In den letzten Jahren hat Lake Mead, der Stausee am Hoover Dam, aus dem auch Las Vegas seine Wasserversorgung bezieht, an die 30 Meter Wasserstand eingebüßt. Vermutlich liegt das mit am hohen Wasserverbrauch von Las Vegas, aber auch an den geringen Niederschlagsmengen der letzten Jahre. In diesem Jahr soll die Wassermenge, die vom Lake Powell am oberen Ende des Grand Canyon durch den Colorado River zum Lake Mead fließt, das erste Mal rationiert werden. Einen interessanten Artikel zur Aktuellen Wassersituation im Grand Canyon Gebiet, findet man auch bei Spiegel Online.

Las Vegas – oder zumindest Downtown – hat von allem augenscheinlich genug. Wasser, Strom, Menschen, Geld. Es wird einem Sparsamkeit gepredigt, aber von niemandem vorgelebt.

Wie ihr seht sind meine Eindrücke nicht gerade positiv. Wieso trotzdem Las Vegas? Wie gesagt kann man hier gut und günstig Hotelzimmer bekommen. Wesentlich günstiger als überall um den Grand Canyon herum. Als Ausgangsort für Tagestouren zu Nationalparks und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung eignet es sich also durchaus. Als Beispiel kann man von hier aus eine Tagestour in das Death Valley, das Valley of Fire oder zum Hoover Dam machen.

Nach einer Woche Konferenz in Las Vegas war ich dann auch froh, als endlich meine Reise in Richtung Hoover Dam und Grand Canyon los gehen sollte. Wie meine Reise weiter ging, erfahrt ihr hier in den nächsten Tagen. Schaut also regelmäßig rein oder folgt mir bei Twitter, Google+, Facebook oder Pinterest um keinen dieser Reisebericht zu verpassen. Die Links zu meinen Profilen findet ihr oben links über der Navigation.

Wer auch schon in Las Vegas war und von seinen eigenen Eindrücken und Erlebnissen berichten will oder in diese Region reisen will und Fragen zu Reisetipps hat, der ist herzlich eingeladen mir hier einen Kommentar zu hinterlassen.

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