[Werbung] Sammeln sich bei Euch auch die Fotos auf dem Computer an? Ein Fotobuch ist eine gute Möglichkeit endlich mal was aus seinen Bildern zu machen. Dank Fotoparadies konnte ich mir ein Fotobuch drucken, mir damit endlich meinen ersten Bildband drucken und den Hersteller für euch testen. Darüber hinaus habe ich ein paar Tipps um Fehler bei der Bestellung zu vermeiden.

Der Beitrag entstand mit der freundlichen Unterstützung von Fotoparadies.

Transparenz beim Test

Was macht man mit den sich täglich ansammelnden Bildern? Wie ihr in meinem letzten Beitrag lesen konntet, ist das hier veröffentlichen von Bildern eine Antwort. Sich ein Fotobuch drucken zu lassen ist eine andere.

Dank Fotoparadies konnte ich mir ein Fotobuch zum Testen bestellen. Ich will kein Geheimnis daraus machen, dass ich eine kleine Vergütung bekommen habe und das Fotobuch nicht bezahlen musste. Als Gegenleistung gibt es diesen Testbericht. Ich darf schreiben was und wie ich will. Die Vergütung habe ich schon erhalten und wurde nicht gebeten den Artikel vor der Veröffentlichung vorzuzeigen. Es gibt somit keinen Grund, nicht die Wahrheit zu schreiben. Wenn mir das Produkt nicht gefällt, dann schreibe ich das auch. Ich verrate euch: Es ist weder komplett das eine, noch das andere.


Das Angebot

Der Anbieter Fotoparadies gehört zu CEWE-Color. Wie am Namen erkennbar ein Produkt des Herstellers des CEWE Fotobuchs. Man darf sich hier vom dm-Logo nicht abschrecken lassen und hat dadurch sogar einige Vorteile, auf die ich später zurückkomme.

Das Produkt-Sortiment ist vielfältig. Fotoparadies hat drei Fotobuch-Produkte im Angebot. Das bekannte CEWE Fotobuch ist eines davon. Ich habe mir dieses nicht angesehen, da es schon genug Erfahrungsberichte gibt. Zum Paradies Fotobuch konnte ich nichts finden und entschied mich für dieses.

Wichtig war mir der Druck auf Fotopapier und ohne Falz in der Mitte. Das Paradies Fotobuch in der Premium-Version passt hier perfekt. Entschieden habe ich mich für die Variante Hardcover XL Quadro Premium mit einer Seitengröße von 30cm x 30cm. Fehlen nur noch die Bilder. Ich entschied mich für einen Bildband meiner Grand Canyon Rundreise.

Die Software

Testbericht Fotoparadies - Software - Fotobücher

Man kann das Buch online oder mit einer Software gestalten. In der Software kann man nach der Auswahl einer Variante und dem Import seiner Bilder nun sein Fotobuch sehr intuitiv gestalten. Die aus Lightroom exportierten 16bit TIFFs kann die Software verarbeiten. Im Vergleich der Bilder zwischen Lightroom und der Bestellsoftware konnte ich keinen Unterschied feststellen. Leider bietet Fotoparadies keine Druckerprofile um sich anzeigen zu lassen, wie die Bilder im Druck aussehen.

An einigen Stellen ist die Software etwas holprig. Kopieren von Texten funktioniert nicht und bei dem Versuch Teile eines Textes mit der ENTF-Taste zu löschen, wird direkt der komplette Inhalt der Textbox entfernt. Wenn man mit der Rücklauf-Taste arbeitet, geht alles einwandfrei. Man kann Bilder am Seitenrand ausrichten. Das Bild flächendeckend auf einer oder zwei Seiten ausrichten, geht so erstmal nicht. Hierfür gibt es jedoch Layoutvorlagen. Davon kann man auch eigene erstellen.

Neben den Layoutvorlagen gibt es noch Grafiken, Rahmen und Hintergründen. Mit QR-Code und Textbausteinen habe ich auf der ersten Seite eine Karte mit Seitennummern gestaltet. Bildeffekte und Korrekturmöglichkeiten sind in der Software vorhanden, habe ich jedoch nicht verwendet. Die Vorbereitung hat bei mir in Lightroom und Photoshop stattgefunden.

Vor der Bestellung des Buches überprüft die Software noch, ob auch alle Platzhalter durch Bilder ersetzt worden sind.

Testbericht Fotoparadies - Software - Warnung

Auch weist die Software darauf hin, wenn die Auflösung eines Bildes für eine Größe zu gering ist. Bei der Karte ging es gerade noch. Im Druck kann ich der Software jedoch nicht zustimmen. Man sollte also immer Bilder nehmen, deren Auflösung hoch genug ist. Mehr dazu später.

Die Lieferung

Da Fotoparadies ein Teil der dm Markt Gruppe ist, hat man beim Abschluss der Bestellung die Möglichkeit, sich das Buch direkt in einen dm Markt liefern zu lassen. Dort kann man das Buch auch zurückgeben, wenn man nicht zufrieden ist und bekommt direkt sein Geld zurück. Cooler Service! Getestet habe ich das allerdings nicht.

Bestellt habe ich am Donnerstagabend. Über die Internetseite kann man den Status seines Auftrags prüfen. Allerdings wird einem nach dem Versand des Buchs keine Sendungsnummer angezeigt. Würde ich mir wünschen. Angekommen ist die Bestellung dann am darauf folgenden Dienstag.

Das Buch

Der Einband ist so, wie man ihn von Fotobüchern heutzutage kennt. Gut, aber eben nichts Besonderes. Mehr habe ich aber auch nicht erwartet. Eine größere Auswahl an Einbänden hätte mir gefallen. Fündig wird man da beim CEWE Fotobuch des gleichen Herstellers.

Ich habe ein Buch mit flach liegender Bindung bestellt. Man hat also keine störende Falz in der Seitenmitte. Die Bilder sehen auf den ersten Blick sehr gut aus. Im Vergleich zu den Bildern auf dem Monitor allerdings etwas gelblicher. Mit der Bereitstellung von Druckerprofilen würde ich mir erhoffen, dass sich dieses Problem löst. Abgesehen davon sehen die Bilder aus, wie ich sie auf meinem Monitor sehe.

Das Buch hat keine leeren Seiten am Anfang oder Ende. Es beginnt mit der ersten gestalteten Seite direkt auf der Innenseite des Covers.

Die Ränder in der Software stimmen mit denen des Buchs überein. Eine Besonderheit für Buchcover- und Rücken muss man jedoch beachten. Da Cover und Rücken etwas größer sind als die Seiten des Buchs, sieht man einen Teil des umgeschlagenen Covers am Rand der ersten Innenseite. Man sollte also darauf achten, dass der für den Einband gewählte Hintergrund zu den Bildern auf der ersten und letzten Seite passt oder sich zumindest mit diesem nicht beißt.

Man sollte die Bilder vor der Verwendung in die passende Auflösung skalieren und genau prüfen, wie stark man schärfen muss. Ich gehe davon aus, dass die Druckerei die Bilder nachgeschärft hat, was richtig ist. Beim Drucken geht immer etwas Schärfe verloren und das wird dadurch kompensiert. Darüber hinaus scheinen die Bilder aber nicht angepasst worden zu sein.

Was mich noch störte – aber da sind fast alle Druckereien gleich – ist der Barcode auf der letzten Seite und dem Buchrücken. Zum Glück ist der mit einer Größe von 0,5cm x 2,5cm recht klein. Was man Fotoparadies allerdings zugute heißen muss ist, dass sie immerhin kein Logo dazu gepackt haben.

Die Qualität der Fotografien gefällt mir gut. Die Auswahl der Coverarten ist leider nicht groß. Beim CEWE Fotobuch hat man da bis hin zu Ledereinbänden mit Schraubbindungen eine größere Auswahl.

Der Service

Zum Schluss noch kurz zum Service. Bei der Hotline wurde mir freundlich und schnell weiter geholfen. Ich hatte den Eindruck, dass mein Vorschlag die Druckerprofile zur Verfügung zu stellen dankend angenommen wurde. Ich bin gespannt, ob das noch passiert. Ich würde ohne diese eigentlich nicht dort bestellen.

Die Bezahlung erfolgt per Rechnung. Ihr müsst euer Buch also erst bezahlen, wenn ihr es gesehen habt. Wenn ihr das Buch wieder zurückgeben wollt, dann müsst ihr es auch nicht an Fotoparadies zurück schicken. Ihr könnt es direkt in einem dm Markt abgeben und bekommt dort euer Geld zurück.

4 Tipps zum Druck

Ich kann nur empfehlen seine Bilder drucken zu lassen. Egal ob als Einzelbilder oder in einem Fotobuch. Auf jeden Fall auf Fotopapier. Das wirkt ganz anders als ein Druck auf Papier. Wenn ihr Lust bekommen habt euch auch mal ein Buch drucken zu lassen, hier ein paar Tipps:

Vorsicht beim Schärfen

In der Regel schärfen die Anbieter eure Bilder vor dem Druck nach. Die Schärfung eurer Bilder für die Ausgabe ist also in der Regel nicht notwendig. In meinem Fall waren die Schärfungen genauso stark zu erkennen, wie auf meinem Monitor. Bei manchen Bildern habe ich da wohl übertrieben.

Die Sache mit der Kalibrierung

Damit das Endprodukt so aussieht wie auf eurem Monitor, müsst ihr ein paar Anforderungen erfüllen. Ihr braucht einen kalibrierten Monitor, die Farbprofile der Drucker des Anbieters und eine Software, die euch ein so genanntes Softproofing bietet. Es geht natürlich auch ohne, allerdings ist es dann eine reine Glückssache, ob die Bilder im Buch genau so aussehen, wie auf eurem Monitor.

Für die Monitorkalibrierung gibt es Hardware, die Druckerprofile solltet ihr bei einem guten Hersteller auf der Internetseite finden (nennen sich ICC Profile) und eine Softproofing-Funktion bietet beispielsweise Lightroom.

Auflösung der Bilder

Man sollte auch immer die Auflösung seiner Bilder mit der geplanten Bildgröße abgleichen. Mit eine Auflösung von 250-300dpi (dots per inch) hat man in der Regel eine ausreichende Auflösung. Die Formel für die Berechnung eurer Auflösung lautet:

Seitenlänge in cm / 2,54 (Umrechnungsfaktor auf Zoll)
* Auflösung in dpi

Kontrolliert eure Bücher vor dem Druck

Ich habe beim ersten Aufschlagen direkt ein paar Fehler gefunden. Dass es nicht mehr sind liegt daran, dass die anderen Seiten nur mit Bildern gefüllt sind. Kontrolliert also eure Entwürfe vor dem Druck ordentlich.

Fazit

Ich hab nun endlich einen ersten Bildband. Ich denke weitere werden bald folgen. Wenn ihr mehr Auswahl und Möglichkeiten haben wollt, schaut euch das CEWE Fotobuch des gleichen Herstellers an. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt bei beiden meiner Meinung nach. Eine große Auswahl an Anbietern und Testberichten findet ihr auch auf Fotobuchberater.de. Die gehen den ganzen Test mit Testbildern nochmal deutlich objektiver an. Meiner ist natürlich mit richtigen Bildern und damit recht subjektiv. Zu Fotoparadies konnte ich dort jedoch noch keinen Bericht finden.

Abschließend die wichtigsten Punkte nochmal im Überblick

Pro

  • Service (z.B. direkt im dm Markt)
  • Buchqualität
  • Preis-Leistung
  • Schnelle Lieferung

Kontra

  • Keine Druckerprofile zum herunterladen
  • Barcode auf der letzten Seite

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